In memoriam :
Larus argentatus ;
Urbi et orbi (auf Tamazight).
Sommaire en français.
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Inhalt : Umweltbewusste Landwirtschaft für Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung; Biologische Eindringlinge; Problemstellung: Die pyrenäischen Bäume; Gastransfer in den Böden : umweltliche und landwirtschaftliche Auswirkungen; Kommunikationsbeziehungen zwischen dem Züchter und seinen Tieren - ein Gebiet, das noch zu erforschen ist; Rede des Ministers Dominique Voynet anlässlich des Kongresses France Nature Environnement in Orléans, am 19. September 1997, über das Thema Wasser; Genetisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft; Eurobarometer : die Meinung der Europäer über die Biotechnologie; Umweltvoraussetzungen im Falle von Unterstützungen an die Landwirtschaft; Natura 2000: die Gelegenheit zum Dialog ergreifen; Die Franzosen sind mehr gewillt, sich für die Umwelt einzusetzen; Vorstadtkulturen in Afrika - eine ausgegrenzte Landwirtschaft ?; Die Umwelt - eine Netkategorie ?
Nachstehend eine kurze Zusammenfassung über die wichtigsten Artikel
Umweltbewusste Landwirtschaft für Gebiete von grosser ökologischer
Bedeutung (L)
Nachdem die Landwirtschaft die Aufgabe erfüllt hat, möglichst billig
zu produzieren, soll sie jetzt der Umwelt mehr Rechnung tragen und «
biologischer » sein. Da die biologische Landwirtschaft in zu kleinem
Rahmen praktiziert wird, müssen ergänzende Massnahmen getroffen
werden. Besondere Gebiete (Wasserfassungsgebiete, Gebiete mit besonderer
faunistischer oder botanischer Bedeutung, usw.) sollen eine ihnen angemessene
Behandlung erhalten, die die Landwirtschaft nicht auschliesst: es sind dies
Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung, in denen das Ziel der
Landwirtschaft nicht darin besteht, möglichst viel zu erzeugen, sondern
möglichst gut zu schützen. Die technischen Verfahren hierzu existieren
(auch wenn sie noch verbessert werden können), aber ihre praktische
Anwendung durch die Landwirte hängt von der Ausarbeitung eines neuen
Vertrages zwischen ihnen und der Gemeinschaft ab.
von Yvan Gautronneau, ISARA, 21, place Bellecour, 69 288 Lyon cedex 02
yvan.gautronneau@isara.ipl.fr
Biologische Eindringlinge (L)
Dieser « Artikel » ist die Niederschrift durch Christine
Silvy einer Hörfunksendung auf France Culture, Die Wissenschaft und
die Menschen (Werkstatt des Wissens), bearbeitet und moderiert von
Françoise Breton. Die Ausstrahlung erfolgte am 2. April 1997, die
Debatte zwischen den fünf Gästen und der Moderatorin wird hier
ohne Abänderung wiedergegeben, die Argumente haben jedoch nichts von
ihrer Aktualität verloren.
Pflanzen und Tiere haben ihren heutigen Lebensraum durch Phasen langsamer
und plötzlicher Ausbreitung erobert. In letzterem Fall kann der Mensch
plötzlich mit einem Unkraut oder einem neuen Schädling konfrontiert
sein. In den meisten Fällen jedoch hat er selbst das Eindringen verursacht,
indem er Exemplare der Art transportierte. Das kann absichtlich oder
unabsichtlich geschehen durch ungenügende Überwachung (die Larven
der Mücken haben den Ozean im Wasser der Hohlräume gebrauchter
Autoreifen überquert, die Alge Caulerpe, die sich im Mittelmeer ausbreitet,
komme aus einem Aquarium...). Jeder kennt den banalen Fall der Einführung
von Leistungstieren und Wild in frisch kolonisierte Gebiete (Kaninchen in
Australien), der Fall der Einführung wilder Tiere für religiöse
Riten (auf den Küsteninseln, im besonderen), der bedauerliche Fall
unkontrollierbarer Räuber (z. B. die Weichtiere der Pazifikinseln).
In allen Fällen sind die empflindlichsten Ökosysteme die Inseln.
Sie bilden auch die Laboratorien, in denen versucht wird, die Eindringlinge,
die dort nichts zu suchen haben, zu vernichten. Manche der verursachten
Einfälle erweisen sich als Profitgeschäft: Fall der biologischen
Bekämpfung.
von Françoise Breton, 52, rue Labrouste, 75015 Paris
fbreton@imaginet.fr
mit Marc Lonsdale, CSIRO, Entomology, Baillarguet, 34982
Montferrier-sur-Lez.
lonsdale@ensam.inra.fr
Jacques Maillet, ENSAM, 2, place Viala; 34060 Montpellier
maillet@ensam.inra.fr
Michel Pascal, INRA, 35042 Rennes cedex.
pascal@roazhon.inra.fr
und Philippe Vernon, UMR 6553 CNRS, université de Rennes-I, Station
biologique, 35380 Paimpont.
philippe.vernon@univ-rennes1.fr
Problemstellung: Die pyrenäischen Bäume
(L)
Ein Interview von zwei Förstern ohne Mikrophon und ohne Radio.
Dieser Artikel wäre eher für unsere Forst-Seite bestimmt gewesen,
aber ist hier am rechten Platz in Fortsetzung des Themas über die
biologischen Eindringlinge.
Tannen, Lärchen, Zirbelkiefer, Schwarzkiefer wurden eingeführt
und angepflanzt, um den verschiedensten Bedarf zu decken. Bastardierungen
und Introgressionen verändern den Genbestand der pyrenäischen
Bäume, und gleichzeitig modifizieren die mit ihnen assoziierten Pilze
die Mikroflora. Und die Landschaften werden alltäglicher.
Von Michel Bartoli, Office national des forêts, mission Forêts
de montagne, 23bis, bd. Bonrepos, 31000 Toulouse
und Gerard Largier, Mission Conservatoire botanique pyrénéen,
GIS parc national des Pyrénées-ONF, 59, route de Pau, 65000
Tarbes.
Interview von Pierre Guy, INRA, 86600 Lusignan.
braconni@lusignan.inra.fr
Gastransfer in den Böden : umweltliche und landwirtschaftliche
Auswirkungen. (L)
Die Umwelt- und Landwirtschaftsthematik, die sich mit dem Gastransfer im
Boden befasst, betrifft zahlreiche mineralische und organische Moleküle.
Der Boden gibt Gase ab, was sich auf den Treibhauseffekt, die Ozonverringerung
in der Stratosphäre und seine Zunahme in der Troposphäre, sowie
auf die Versäuerung der Niederschläge auswirkt. Es handelt sich
hierbei hauptsächlich um Emissionen von Kohlendioxid, Methan und
gasförmigen Stickstoffoxiden (Distickstoffoxid, Stickstoffmonoxid und
-dioxid). Die Verflüchtigung des Ammoniaks kann den Säuregehalt
der Niederschläge stark verringern. Diese Verflüchtigung bringt
einen Verlust an stickstoffhaltigen Nährstoffen mit sich. Das Redoxpotential
und der pH der Bodenlösung beeinflussen entscheidend die chemische Form
der Nährstoffe. Der Sauerstoff wirkt sich auf den Wert des Redox-Potentials
aus und bestimmt die aerobe oder anaerobe Natur der mikrobiellen Prozesse.
Die Bodendurchlüftung beeinflusst ausserdem das Wurzelwachstum über
die Sauerstoff- und Äthylenkonzentrationen, Moleküle, die die
Entwicklung von Aerenchymen bei bestimmten Pflanzen anregen. Gegenüber
der Erhaltung oder Rehabilitierung der Bodenqualität stellt sich die
Frage des Abbaus und der Extraktion der sowohl gasförmigen, als auch
flüchtigen toxischen organischen Verbindungen. Die Dekontaminierung
der Böden kann entweder natürlich durch Verflüchtigung und
Diffusion erfolgen oder durch erzwungene Luftzirkulation.
Der Transfer von gasförmigem Ammoniak und von Radon-222 wird am besten
in durchlüfteten Böden untersucht, wo der strukturelle Porenraum
eine vorherrschende Rolle spielt. Die Denitrifizierung und die damit verbundenen
Emissionen von Distickstoffoxid treten in Böden auf, die örtlich
Sauerstoffmangel aufweisen, da die sauerstoffarme Fraktion den Anteil des
zu Stickstoff reduzierten Distickstoffoxids beeinflusst. Der Sauerstofftransfer
in gesättigten Texturmassiven mit Hilfe von Wasserfilmen, die bestimmte
organische Stoffe umhüllen, ist dann von grosser Bedeutung. Methanemissionen
treten vor allem in gesättigten und nicht durchlüfteten Böden
auf (Reisfelder, Sümpfe und überflutete Wälder). Seine Produktion
wird teilsweise durch seine Oxidierung ausgeglichen. Im nicht bedeckten Boden
kann der Transport durch Blasenbildung höher sein als der durch Diffusion.
In Gegenwart von Pflanzen wie Reis kann der Transport von Methan
überwiegend durch das Aerenchym der Wurzeln stattfinden. Weder die
Versuchsmittel, noch die Modelle können sich gleichzeitig all diesen
Situationen anpassen. Dennoch erfordert die Kennzeichnung der Emissionen,
des Verbrauchs und der Bindung von Gasen durch den Boden immer das
Verständnis der Transportprozesse in heterogener Umgebung, die Beschreibung
der räumlich und zeitlich unterschiedlichen bakteriellen Aktivitäten
und manchmal die Berücksichtigung physisch-chemischer Gleichgewichte.
Wenn der Gastransfer in der Gasphase stattfindet, kann es nützlich sein,
die anderen atmosphärischen Gase (Stickstoff und Argon) auch zu
berücksichtigen aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit der
verschiedenen Ströme.
Von Pierre Renault, Stéphanie Parry, INRA, unité de Science
du sol, domaine St. Paul, Site Agroparc, 84914 Avignon cedex 9
pierre.renault@avignon.inra.fr
Jorge Sierra, INRA, unité agropédoclimatique de la Zone
caraïbe, BP 515, 97165 Point-à-Pitre cedex und
Luc Bidel, INRA, unité dAgronomie, BP 57, 49071 Beaucouzé
cedex.
(Zusammenfassung der anderen Autoren).
Kommunikationsbeziehungen zwischen dem Züchter und seinen Tieren
- ein Gebiet, das noch zu erforschen ist.
(L)
Die Kommuniktionsbeziehung zwischen dem Züchter und seinen Tieren bleibt
ein weithin noch unerforschtes Gebiet, wobei die heutige Entwicklung der
Landwirschaft in den westeuropäischen Gesellschaften und der Platz,
den die Tierhaltung in dieser Landwirtschaft einnimmt, die Bedeutung dieses
Forschungsgebiets in mehr als einer Hinsicht hervorheben. In diesem Artikel,
der hauptsächlich auf Litteraturangaben fundiert ist, wird die Bedeutung
dieses Forschungsgebietes für das Wohlbefinden der Tiere unterstrichen
und die Problemstellung wird im Lichte der beruflichen Ausbildung und Kompetenzen
des Züchterberufes betrachtet. Es werden anschliessend einige Anregungen
gegeben, die zu einer Untersuchung der Kommunikation zwischen Mensch und
Tier führen sollen und Thema von Diskussionen und Debatten werden
können. Die vom Menschen gezüchteten Tiere sind sehr unterschiedlich.
Die Autorin befasst sich hier hauptsächlich mit Rindern, Schweinen und
Schafen.
Von Jocelyne Porcher, Bergerie nationale, 78120 Rambouillet
jocelyne.porcher@educagri.fr
(Einleitung vom Autor)
Rede des Ministers Dominique Voynet anlässlich des Kongresses France
Nature Environnement in Orléans, am 19. September 1997, über
das Thema Wasser (L)
Die Nutzung der Wasserressourcen ist eines der Hauptanliegen des MATE
(Ministerium für Landesplanung und Umwelt), welches die wichtige
Entscheidung traf, den Bau des Rhein-Rhonekanals aufzugeben. Andere wichtige
Themen: die Loire, die Überschwemmungen, die landwirtschaftliche Nutzung
(und der Missbrauch) des Wassers. Und ganz allgemein die grosse Sorge um
die Arbeitsplätze. Das dritte grosse Thema bahandelt den Platz der Vereine
in der Umweltpolitik, betreffe sie die Abfälle, die Energie
(Treibhauseffekt) oder die Atomkraftwerke, wo unabhängige Gutachten
unabdingbar sind.
Ministerium für Landesplanung und Umwelt
Genetisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft
(L)
Die Landwirte waren nicht die Antragsteller dieser neuen Technik der
Pflanzenzüchtung; sie wollen nicht die Folgen erleiden und auf diesem
Wege den grossen Konzernen ausgeliefert sein und sich dabei noch dem Misstrauen,
wenn nicht gar der Feindlichkeit zahlreicher Konsumenten aussetzen. Der Rat
der französischen Landwirtschaft erwünscht eine klare Information
der Gesellschaft, der Konsumenten und der Verbraucher, eine vorhergehende
unverfälschte wissenschaftliche Beurteilung; eine fallweise Entscheidung
durch die öffentlichen Instanzen, eine Steigerung der
Forschungsbemühungen, eine internationale Absprache mit den
wissenschaftlichen Organismen der betroffenen Länder. Schliesslich
wünscht die Berufsbranche eine ruhige Debatte.
Von der Dauersitzung der Landwirtschaftskammern (APCA), 9, av. George-V,
75008 Paris.
Einleitung : « GVO : Ruhe und Klarheit » von Jean-François
Hervieu, Präsident der APCA.
Eurobarometer : die Meinung der Europäer über die
Biotechnologie (L)
Was erwarten die Europäer von der Biotechnologie, woher bekommen sie
ihre Informationen, wem vertrauen sie, usw. ?
Im grossen und ganzen sind sie eher « optimistisch » was die
Entwicklung in der modernen Biotechnologie betrifft, aber dieser Optimismus
kommt nicht Blindheit gleich. Sie unterstreichen zwar die positiven Folgen
manch einer dieser Forschungen, aber sie warnen auch vor deren möglichen
Risiken. Ihre Antworten sind von Thema zu Thema sehr unterschiedlich. Die
Betrachtung der modernen Biotechnologie bei den Bürgern der «
Fünfzehn » ist sehr nuanciert. Zu allerletzt wünschen die
Europäer, auch wenn es sich um ein für viele (noch) wenig vertrautes
Gebiet handelt, dass man ihrer Meinung in der modernen Biotechnologie Rechnung
trägt.
Von INRA (International Research Associates), European Coordination Office
SA/NV, av. R.-Vandendriesche, 1150 Bruxelles (Belgien)
Umweltvoraussetzungen im Falle von Unterstützungen an die Landwirtschaft
(L)
Die Gesellschaft fordert die Landwirtschaft zur Teilnahme am Kampf gegen
Wasser- Luft- und Bodenverschmutzung auf, zum Beitrag an der Erhaltung des
Gleichgewichts der grossen Agrosysteme, zum Kampf gegen die Verschwendung
von Ressourcen (Wasser, Energie in allen Formen, Rohstoffe....). Die Einhaltung
eines Rahmenprogramms des « guten Benehmens » könnte in Zukunft
für die direkten Beihilfen an die Landwirtschaft entscheidend sein.
Dieses Prinzip der Umweltvoraussetzungen, für dessen Ausarbeitung die
Untersuchungen der schweizerischen (Leistungsbedingungen für Integrierte
Produktion), deutschen und österreichischen Verwirklichungen
(Ökopunkte und MEKA Programm) eine Hilfe sein sollen, ist im Zentrum
der Diskussionen der EU-Kommission. Frankreich scheint diese Vielfalt an
Initiativen bei seinen europäischen Nachbarn zu ignorieren und kann
weder Strategien, noch Instrumente, noch Debatten zu diesem Thema
vorweisen.
Von Philippe Girardin, INRA, Agronomie, BP 507, 68021 Colmar.
girardin@colmar.inra.fr
Natura 2000: die Gelegenheit zum Dialog ergreifen
(L)
Die die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes betreffende Richtlinie
92/43, die sich teilweise in der Verordnung vom 5. Mai 1995 wiederfindet,
bringt die gesamte ländliche Welt gegen sich auf, angefangen mit den
Waldhütern über die Jäger bis hin zu den Landwirten. Fast
15% von Frankreich wären potentiell von diesen EU-Massnahmen betroffen,
die die Mitgliedstaaten klar zur Erhaltung des natürlichen Lebensraumes
und der Arten verpflichten. Die Jäger sind besonders wütend, aber
die Befürworter von unantastbaren Wildschutzgebieten dürften auch
gegen den einschlägigen Gebrauch dieser Territorien sein, auch wenn
der « Zweck gut» ist. Flora, Fauna und Landschaften werden besser
erhalten, wenn nicht das ganze landwirtschaftliche und wirtschaftliche Leben
aus ihnen verschwindet. Wäre es nicht denkbar, eine nicht
gebietsbeschränkte Politik des Naturschutzes zu betreiben, um der heutigen
Unschlüssigkeit auszuweichen ?
Von Simon Charbonneau, Universität von Bordeaux-I, IUT « A »,
département hygiène et sécurité, 33405 Talence.
Die Franzosen sind mehr gewillt, sich für die Umwelt einzusetzen
(L)
Die Franzosen sind immer empfänglicher für eine umweltpolitische
Berücksichtigung der Luft- und Wasserverschmutzung, sie schenken der
Umwelt auch ein grösseres Augenmerk in ihrem Konsumverhalten. Seit einem
Jahr steigen sowohl der Kauf von Produkten aus der biologischen Landwirtschaft
(+11%), als auch von Alt- und Recyclingpapier (+10%) und die Benutzung
öffentlicher Verkehrsmittel aus ökologischen Gründen (+9%).
Diese angegebenen Verhaltensweisen sind aber nur eine Seite des
ökologischen Denkens. Andere Faktoren, wie z.B. kulturelle Unterschiede,
die in diesem europäischen Vergleich zu Tage treten, regen zur Nuancierung
der Feststellung an : Ein echtes Umweltbewusstsein muss erst noch kommen.
Von Michelle Dobré (IFEN) und Béatrice Hammer (EDF-DER,
GRETS)
IFEN : 61, bd. Alexandre-Martin, 45058 Orléans cedex 1.
ifen@ifen.fr
Vorstadtkulturen in Afrika - eine ausgegrenzte Landwirtschaft ?
(L)
Die afrikanische Stadt und die in ihr sich entwickelnde Landwirtschaft haben
gegenüber den Städten des Nordens ganz spezifische Besonderheiten
: im allgemeinen eine lockere Stadtstruktur, die eine Zwischenraum-Landwirtschaft
begünstigt, ein Agrarsektor, der noch mehr als die Hälfte der
afrikanischen Bevölkerung beschäftigt; sehr rasche Wanderungsbewegungen
zwischen Stadt und Land; Verarmung in der städtischen Umwelt. Die
vorstädtische Landwirtschaft in Afrika dient in erster Linie der
Ernährung und Arbeitgebung, vielmehr als der Freizeit- und
Landschaftsgestaltung.
Hier werden die wichtigsten Arbeiten über dieses Thema, die in einem
geographischen und soziologischen Rahmen geführt wurden, vorgestellt.
Diese Arbeiten empfehlen den Schutz und die systematische Förderung
der vorstädtischen Landwirtschaft.
Die anschliessend dargestellte Vorgehensweise des CIRAD - Centre de
coopération internationale en recherche agronomique pour le
développement - (Zentrum für internationale Zusammenarbeit in
landwirtschaftlicher Forschung für die Entwicklung) beschäftigt
sich mehr mit den Produktionssystemen und mit den Versorgungswegen der
Städte.
Von Paule Moustier und Jacques Pagès, CIRAD, Economie des filières,
BP 5035, 34032 Montpellier cedex 1.
moustier@cirad.fr
[R] AVEULOUQUE
Die Umwelt - eine Netkategorie ? (L)
Sie sei das vorherrschende Anliegen am äussersten Ende dieses Jahrhunderts
- sagt man - Hauptsorge der Gewählten wie der Angler, Stoff für
Wissenschaftler wie Studenten, Banner verschiedenster Bewegungen...., die
Umwelt müsste für die Öffentlichkeit ein leicht identifizierbares
Objekt sein, ausfindbar, ersichtlich und Internet-zugänglich. Wollen
wir mal sehen, wie es da wirklich auf dem Bildschirm aussieht, wenn wir
über das (französischsprachige) Net wandern [....]
Von Alain Fraval
[R] ON EN PARLE ENCORE
« Mit der Bemühung, der Zweideutigkeit des Vokabels
landschaftlicher Wert, das immer öfter in öffentlichen Schriften
aufscheint, ein Ende zu setzen, ist es an der Zeit eine Zahlenwertskala mit
einem Einheitensystem zu erstellen ».
1 paysa ist dann ein « vorzugsweise flacher, natürlich ländlicher
europäischer Ort (hügelige Landschaft kann als verformte flache
gewertet werden). Anfänglich hat man also ein grosses Bodenviereck (Hektar,
Quadratkilometer ?), dem man, wie beim Monopoly, einen Wasserlauf, einen
Wald, eine Wiese, eine hübsche kleine Landstrasse gesäumt mit Platanen
(mit Eukalyptus im Süden, mit Tannen in den Vogesen), Gräben und
Zäune hinzufügt. Und dann noch da und dort eine Ziege, dort einen
Esel, eine kleine Ordensschwester...... »
Weiter geht es im gleichen Geist und mit demselben Humor
Von Daniel Masson, Leser des Courrier aus Rochefort.
(L)
Treibhauseffekt
« Ich bin entsetzt über die Beilage « Treibhauseffekt
» des Courrier de lenvironnement.
Einen journalistischen Artikel als Einleitung zu stellen, ohne andere Vorwarnung
als eine Fussnote, einen Artikel, der einen Superlativ an den anderen reiht,
Begriffe mit hohem symbolischem Wert (katastrophal, selbstverständlich),
das ist vielleicht Propaganda aber keine wissenschaftliche
Information[....]
Der Rest ist vom gleichen Schlag bis : »Ich muss zugeben, ich verstehe
nicht den Platz dieses Artikels, ohne jede Erläuterung, im Courrier
de lenvironnement, der im übrigen eine recht sympatische Zeitschrift
ist. »
Von Philippe Mérot, INRA, unité de Science du sol et de
Bioclimatologie, Rennes.
Christentum und Natur
« Courrier n° 31, August 1997. Ich habe den Artikel mit
Interesse gelesen, die Art wie er sich mit den Texten, der Geschichte befasst,
die Ausgeglichenheit der Äusserungen. Das Thema ist nicht neu, aber
wurde gut behandelt, doch bin ich etwas von den Schlussfolgerungen
enttäuscht. Das alles hat mich zum Nachdenken angeregt. [....] »
Von Pierre Guy, 86600 Lusignan.
Übersetzt von Roswitha Judor