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Le Courrier de l’environnement de l’INRA, 32, Dezember 1997

In memoriam : Larus argentatus ; Urbi et orbi (auf Tamazight). Sommaire en français.
Willkommen auf unseren Web-Seiten.


Inhalt : Umweltbewusste Landwirtschaft für Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung; Biologische Eindringlinge; Problemstellung: Die pyrenäischen Bäume; Gastransfer in den Böden : umweltliche und landwirtschaftliche Auswirkungen; Kommunikationsbeziehungen zwischen dem Züchter und seinen Tieren - ein Gebiet, das noch zu erforschen ist; Rede des Ministers Dominique Voynet anlässlich des Kongresses France Nature Environnement in Orléans, am 19. September 1997, über das Thema Wasser; Genetisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft; Eurobarometer : die Meinung der Europäer über die Biotechnologie; Umweltvoraussetzungen im Falle von Unterstützungen an die Landwirtschaft; Natura 2000: die Gelegenheit zum Dialog ergreifen; Die Franzosen sind mehr gewillt, sich für die Umwelt einzusetzen; Vorstadtkulturen in Afrika - eine ausgegrenzte Landwirtschaft ?; Die Umwelt - eine Netkategorie ?


Nachstehend eine kurze Zusammenfassung über die wichtigsten Artikel

Umweltbewusste Landwirtschaft für Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung (L)
Nachdem die Landwirtschaft die Aufgabe erfüllt hat, möglichst billig zu produzieren, soll sie jetzt der Umwelt mehr Rechnung tragen und « biologischer » sein. Da die biologische Landwirtschaft in zu kleinem Rahmen praktiziert wird, müssen ergänzende Massnahmen getroffen werden. Besondere Gebiete (Wasserfassungsgebiete, Gebiete mit besonderer faunistischer oder botanischer Bedeutung, usw.) sollen eine ihnen angemessene Behandlung erhalten, die die Landwirtschaft nicht auschliesst: es sind dies Gebiete von grosser ökologischer Bedeutung, in denen das Ziel der Landwirtschaft nicht darin besteht, möglichst viel zu erzeugen, sondern möglichst gut zu schützen. Die technischen Verfahren hierzu existieren (auch wenn sie noch verbessert werden können), aber ihre praktische Anwendung durch die Landwirte hängt von der Ausarbeitung eines neuen Vertrages zwischen ihnen und der Gemeinschaft ab.
von Yvan Gautronneau, ISARA, 21, place Bellecour, 69 288 Lyon cedex 02
yvan.gautronneau@isara.ipl.fr

Biologische Eindringlinge (L)
Dieser « Artikel » ist die Niederschrift durch Christine Silvy einer Hörfunksendung auf France Culture, Die Wissenschaft und die Menschen (Werkstatt des Wissens), bearbeitet und moderiert von Françoise Breton. Die Ausstrahlung erfolgte am 2. April 1997, die Debatte zwischen den fünf Gästen und der Moderatorin wird hier ohne Abänderung wiedergegeben, die Argumente haben jedoch nichts von ihrer Aktualität verloren.

Pflanzen und Tiere haben ihren heutigen Lebensraum durch Phasen langsamer und plötzlicher Ausbreitung erobert. In letzterem Fall kann der Mensch plötzlich mit einem Unkraut oder einem neuen Schädling konfrontiert sein. In den meisten Fällen jedoch hat er selbst das Eindringen verursacht, indem er Exemplare der Art transportierte. Das kann absichtlich oder unabsichtlich geschehen durch ungenügende Überwachung (die Larven der Mücken haben den Ozean im Wasser der Hohlräume gebrauchter Autoreifen überquert, die Alge Caulerpe, die sich im Mittelmeer ausbreitet, komme aus einem Aquarium...). Jeder kennt den banalen Fall der Einführung von Leistungstieren und Wild in frisch kolonisierte Gebiete (Kaninchen in Australien), der Fall der Einführung wilder Tiere für religiöse Riten (auf den Küsteninseln, im besonderen), der bedauerliche Fall unkontrollierbarer Räuber (z. B. die Weichtiere der Pazifikinseln).
In allen Fällen sind die empflindlichsten Ökosysteme die Inseln. Sie bilden auch die Laboratorien, in denen versucht wird, die Eindringlinge, die dort nichts zu suchen haben, zu vernichten. Manche der verursachten Einfälle erweisen sich als Profitgeschäft: Fall der biologischen Bekämpfung.
von Françoise Breton, 52, rue Labrouste, 75015 Paris
fbreton@imaginet.fr
mit Marc Lonsdale, CSIRO, Entomology, Baillarguet, 34982 Montferrier-sur-Lez.
lonsdale@ensam.inra.fr
Jacques Maillet, ENSAM, 2, place Viala; 34060 Montpellier
maillet@ensam.inra.fr
Michel Pascal, INRA, 35042 Rennes cedex.
pascal@roazhon.inra.fr
und Philippe Vernon, UMR 6553 CNRS, université de Rennes-I, Station biologique, 35380 Paimpont.
philippe.vernon@univ-rennes1.fr

Problemstellung: Die pyrenäischen Bäume (L)
Ein Interview von zwei Förstern ohne Mikrophon und ohne Radio. Dieser Artikel wäre eher für unsere Forst-Seite bestimmt gewesen, aber ist hier am rechten Platz in Fortsetzung des Themas über die biologischen Eindringlinge.

Tannen, Lärchen, Zirbelkiefer, Schwarzkiefer wurden eingeführt und angepflanzt, um den verschiedensten Bedarf zu decken. Bastardierungen und Introgressionen verändern den Genbestand der pyrenäischen Bäume, und gleichzeitig modifizieren die mit ihnen assoziierten Pilze die Mikroflora. Und die Landschaften werden alltäglicher.
Von Michel Bartoli, Office national des forêts, mission Forêts de montagne, 23bis, bd. Bonrepos, 31000 Toulouse
und Gerard Largier, Mission Conservatoire botanique pyrénéen, GIS parc national des Pyrénées-ONF, 59, route de Pau, 65000 Tarbes.
Interview von Pierre Guy, INRA, 86600 Lusignan.
braconni@lusignan.inra.fr

Gastransfer in den Böden : umweltliche und landwirtschaftliche Auswirkungen. (L)
Die Umwelt- und Landwirtschaftsthematik, die sich mit dem Gastransfer im Boden befasst, betrifft zahlreiche mineralische und organische Moleküle. Der Boden gibt Gase ab, was sich auf den Treibhauseffekt, die Ozonverringerung in der Stratosphäre und seine Zunahme in der Troposphäre, sowie auf die Versäuerung der Niederschläge auswirkt. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Emissionen von Kohlendioxid, Methan und gasförmigen Stickstoffoxiden (Distickstoffoxid, Stickstoffmonoxid und -dioxid). Die Verflüchtigung des Ammoniaks kann den Säuregehalt der Niederschläge stark verringern. Diese Verflüchtigung bringt einen Verlust an stickstoffhaltigen Nährstoffen mit sich. Das Redoxpotential und der pH der Bodenlösung beeinflussen entscheidend die chemische Form der Nährstoffe. Der Sauerstoff wirkt sich auf den Wert des Redox-Potentials aus und bestimmt die aerobe oder anaerobe Natur der mikrobiellen Prozesse. Die Bodendurchlüftung beeinflusst ausserdem das Wurzelwachstum über die Sauerstoff- und Äthylenkonzentrationen, Moleküle, die die Entwicklung von Aerenchymen bei bestimmten Pflanzen anregen. Gegenüber der Erhaltung oder Rehabilitierung der Bodenqualität stellt sich die Frage des Abbaus und der Extraktion der sowohl gasförmigen, als auch flüchtigen toxischen organischen Verbindungen. Die Dekontaminierung der Böden kann entweder natürlich durch Verflüchtigung und Diffusion erfolgen oder durch erzwungene Luftzirkulation.
Der Transfer von gasförmigem Ammoniak und von Radon-222 wird am besten in durchlüfteten Böden untersucht, wo der strukturelle Porenraum eine vorherrschende Rolle spielt. Die Denitrifizierung und die damit verbundenen Emissionen von Distickstoffoxid treten in Böden auf, die örtlich Sauerstoffmangel aufweisen, da die sauerstoffarme Fraktion den Anteil des zu Stickstoff reduzierten Distickstoffoxids beeinflusst. Der Sauerstofftransfer in gesättigten Texturmassiven mit Hilfe von Wasserfilmen, die bestimmte organische Stoffe umhüllen, ist dann von grosser Bedeutung. Methanemissionen treten vor allem in gesättigten und nicht durchlüfteten Böden auf (Reisfelder, Sümpfe und überflutete Wälder). Seine Produktion wird teilsweise durch seine Oxidierung ausgeglichen. Im nicht bedeckten Boden kann der Transport durch Blasenbildung höher sein als der durch Diffusion. In Gegenwart von Pflanzen wie Reis kann der Transport von Methan überwiegend durch das Aerenchym der Wurzeln stattfinden. Weder die Versuchsmittel, noch die Modelle können sich gleichzeitig all diesen Situationen anpassen. Dennoch erfordert die Kennzeichnung der Emissionen, des Verbrauchs und der Bindung von Gasen durch den Boden immer das Verständnis der Transportprozesse in heterogener Umgebung, die Beschreibung der räumlich und zeitlich unterschiedlichen bakteriellen Aktivitäten und manchmal die Berücksichtigung physisch-chemischer Gleichgewichte.
Wenn der Gastransfer in der Gasphase stattfindet, kann es nützlich sein, die anderen atmosphärischen Gase (Stickstoff und Argon) auch zu berücksichtigen aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit der verschiedenen Ströme.
Von Pierre Renault, Stéphanie Parry, INRA, unité de Science du sol, domaine St. Paul, Site Agroparc, 84914 Avignon cedex 9
pierre.renault@avignon.inra.fr
Jorge Sierra, INRA, unité agropédoclimatique de la Zone caraïbe, BP 515, 97165 Point-à-Pitre cedex und
Luc Bidel, INRA, unité d’Agronomie, BP 57, 49071 Beaucouzé cedex.
(Zusammenfassung der anderen Autoren).

Kommunikationsbeziehungen zwischen dem Züchter und seinen Tieren - ein Gebiet, das noch zu erforschen ist. (L)
Die Kommuniktionsbeziehung zwischen dem Züchter und seinen Tieren bleibt ein weithin noch unerforschtes Gebiet, wobei die heutige Entwicklung der Landwirschaft in den westeuropäischen Gesellschaften und der Platz, den die Tierhaltung in dieser Landwirtschaft einnimmt, die Bedeutung dieses Forschungsgebiets in mehr als einer Hinsicht hervorheben. In diesem Artikel, der hauptsächlich auf Litteraturangaben fundiert ist, wird die Bedeutung dieses Forschungsgebietes für das Wohlbefinden der Tiere unterstrichen und die Problemstellung wird im Lichte der beruflichen Ausbildung und Kompetenzen des Züchterberufes betrachtet. Es werden anschliessend einige Anregungen gegeben, die zu einer Untersuchung der Kommunikation zwischen Mensch und Tier führen sollen und Thema von Diskussionen und Debatten werden können. Die vom Menschen gezüchteten Tiere sind sehr unterschiedlich. Die Autorin befasst sich hier hauptsächlich mit Rindern, Schweinen und Schafen.
Von Jocelyne Porcher, Bergerie nationale, 78120 Rambouillet
jocelyne.porcher@educagri.fr
(Einleitung vom Autor)

Rede des Ministers Dominique Voynet anlässlich des Kongresses France Nature Environnement in Orléans, am 19. September 1997, über das Thema Wasser (L)
Die Nutzung der Wasserressourcen ist eines der Hauptanliegen des MATE (Ministerium für Landesplanung und Umwelt), welches die wichtige Entscheidung traf, den Bau des Rhein-Rhonekanals aufzugeben. Andere wichtige Themen: die Loire, die Überschwemmungen, die landwirtschaftliche Nutzung (und der Missbrauch) des Wassers. Und ganz allgemein die grosse Sorge um die Arbeitsplätze. Das dritte grosse Thema bahandelt den Platz der Vereine in der Umweltpolitik, betreffe sie die Abfälle, die Energie (Treibhauseffekt) oder die Atomkraftwerke, wo unabhängige Gutachten unabdingbar sind.
Ministerium für Landesplanung und Umwelt

Genetisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft (L)
Die Landwirte waren nicht die Antragsteller dieser neuen Technik der Pflanzenzüchtung; sie wollen nicht die Folgen erleiden und auf diesem Wege den grossen Konzernen ausgeliefert sein und sich dabei noch dem Misstrauen, wenn nicht gar der Feindlichkeit zahlreicher Konsumenten aussetzen. Der Rat der französischen Landwirtschaft erwünscht eine klare Information der Gesellschaft, der Konsumenten und der Verbraucher, eine vorhergehende unverfälschte wissenschaftliche Beurteilung; eine fallweise Entscheidung durch die öffentlichen Instanzen, eine Steigerung der Forschungsbemühungen, eine internationale Absprache mit den wissenschaftlichen Organismen der betroffenen Länder. Schliesslich wünscht die Berufsbranche eine ruhige Debatte.
Von der Dauersitzung der Landwirtschaftskammern (APCA), 9, av. George-V, 75008 Paris.
Einleitung : « GVO : Ruhe und Klarheit » von Jean-François Hervieu, Präsident der APCA.

Eurobarometer : die Meinung der Europäer über die Biotechnologie (L)
Was erwarten die Europäer von der Biotechnologie, woher bekommen sie ihre Informationen, wem vertrauen sie, usw. ?
Im grossen und ganzen sind sie eher « optimistisch » was die Entwicklung in der modernen Biotechnologie betrifft, aber dieser Optimismus kommt nicht Blindheit gleich. Sie unterstreichen zwar die positiven Folgen manch einer dieser Forschungen, aber sie warnen auch vor deren möglichen Risiken. Ihre Antworten sind von Thema zu Thema sehr unterschiedlich. Die Betrachtung der modernen Biotechnologie bei den Bürgern der « Fünfzehn » ist sehr nuanciert. Zu allerletzt wünschen die Europäer, auch wenn es sich um ein für viele (noch) wenig vertrautes Gebiet handelt, dass man ihrer Meinung in der modernen Biotechnologie Rechnung trägt.
Von INRA (International Research Associates), European Coordination Office SA/NV, av. R.-Vandendriesche, 1150 Bruxelles (Belgien)

Umweltvoraussetzungen im Falle von Unterstützungen an die Landwirtschaft (L)
Die Gesellschaft fordert die Landwirtschaft zur Teilnahme am Kampf gegen Wasser- Luft- und Bodenverschmutzung auf, zum Beitrag an der Erhaltung des Gleichgewichts der grossen Agrosysteme, zum Kampf gegen die Verschwendung von Ressourcen (Wasser, Energie in allen Formen, Rohstoffe....). Die Einhaltung eines Rahmenprogramms des « guten Benehmens » könnte in Zukunft für die direkten Beihilfen an die Landwirtschaft entscheidend sein. Dieses Prinzip der Umweltvoraussetzungen, für dessen Ausarbeitung die Untersuchungen der schweizerischen (Leistungsbedingungen für Integrierte Produktion), deutschen und österreichischen Verwirklichungen (Ökopunkte und MEKA Programm) eine Hilfe sein sollen, ist im Zentrum der Diskussionen der EU-Kommission. Frankreich scheint diese Vielfalt an Initiativen bei seinen europäischen Nachbarn zu ignorieren und kann weder Strategien, noch Instrumente, noch Debatten zu diesem Thema vorweisen.
Von Philippe Girardin, INRA, Agronomie, BP 507, 68021 Colmar.
girardin@colmar.inra.fr

Natura 2000: die Gelegenheit zum Dialog ergreifen (L)
Die die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes betreffende Richtlinie 92/43, die sich teilweise in der Verordnung vom 5. Mai 1995 wiederfindet, bringt die gesamte ländliche Welt gegen sich auf, angefangen mit den Waldhütern über die Jäger bis hin zu den Landwirten. Fast 15% von Frankreich wären potentiell von diesen EU-Massnahmen betroffen, die die Mitgliedstaaten klar zur Erhaltung des natürlichen Lebensraumes und der Arten verpflichten. Die Jäger sind besonders wütend, aber die Befürworter von unantastbaren Wildschutzgebieten dürften auch gegen den einschlägigen Gebrauch dieser Territorien sein, auch wenn der « Zweck gut» ist. Flora, Fauna und Landschaften werden besser erhalten, wenn nicht das ganze landwirtschaftliche und wirtschaftliche Leben aus ihnen verschwindet. Wäre es nicht denkbar, eine nicht gebietsbeschränkte Politik des Naturschutzes zu betreiben, um der heutigen Unschlüssigkeit auszuweichen ?
Von Simon Charbonneau, Universität von Bordeaux-I, IUT « A », département hygiène et sécurité, 33405 Talence.

Die Franzosen sind mehr gewillt, sich für die Umwelt einzusetzen (L)
Die Franzosen sind immer empfänglicher für eine umweltpolitische Berücksichtigung der Luft- und Wasserverschmutzung, sie schenken der Umwelt auch ein grösseres Augenmerk in ihrem Konsumverhalten. Seit einem Jahr steigen sowohl der Kauf von Produkten aus der biologischen Landwirtschaft (+11%), als auch von Alt- und Recyclingpapier (+10%) und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel aus ökologischen Gründen (+9%). Diese angegebenen Verhaltensweisen sind aber nur eine Seite des ökologischen Denkens. Andere Faktoren, wie z.B. kulturelle Unterschiede, die in diesem europäischen Vergleich zu Tage treten, regen zur Nuancierung der Feststellung an : Ein echtes Umweltbewusstsein muss erst noch kommen.
Von Michelle Dobré (IFEN) und Béatrice Hammer (EDF-DER, GRETS)
IFEN : 61, bd. Alexandre-Martin, 45058 Orléans cedex 1.
ifen@ifen.fr

Vorstadtkulturen in Afrika - eine ausgegrenzte Landwirtschaft ? (L)
Die afrikanische Stadt und die in ihr sich entwickelnde Landwirtschaft haben gegenüber den Städten des Nordens ganz spezifische Besonderheiten : im allgemeinen eine lockere Stadtstruktur, die eine Zwischenraum-Landwirtschaft begünstigt, ein Agrarsektor, der noch mehr als die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung beschäftigt; sehr rasche Wanderungsbewegungen zwischen Stadt und Land; Verarmung in der städtischen Umwelt. Die vorstädtische Landwirtschaft in Afrika dient in erster Linie der Ernährung und Arbeitgebung, vielmehr als der Freizeit- und Landschaftsgestaltung.
Hier werden die wichtigsten Arbeiten über dieses Thema, die in einem geographischen und soziologischen Rahmen geführt wurden, vorgestellt. Diese Arbeiten empfehlen den Schutz und die systematische Förderung der vorstädtischen Landwirtschaft.
Die anschliessend dargestellte Vorgehensweise des CIRAD - Centre de coopération internationale en recherche agronomique pour le développement - (Zentrum für internationale Zusammenarbeit in landwirtschaftlicher Forschung für die Entwicklung) beschäftigt sich mehr mit den Produktionssystemen und mit den Versorgungswegen der Städte.
Von Paule Moustier und Jacques Pagès, CIRAD, Economie des filières, BP 5035, 34032 Montpellier cedex 1.
moustier@cirad.fr


[R] AVEULOUQUE
Die Umwelt - eine Netkategorie ?
(L)
Sie sei das vorherrschende Anliegen am äussersten Ende dieses Jahrhunderts - sagt man - Hauptsorge der Gewählten wie der Angler, Stoff für Wissenschaftler wie Studenten, Banner verschiedenster Bewegungen...., die Umwelt müsste für die Öffentlichkeit ein leicht identifizierbares Objekt sein, ausfindbar, ersichtlich und Internet-zugänglich. Wollen wir mal sehen, wie es da wirklich auf dem Bildschirm aussieht, wenn wir über das (französischsprachige) Net wandern [....]
Von Alain Fraval


[R] ON EN PARLE ENCORE

« Mit der Bemühung, der Zweideutigkeit des Vokabels landschaftlicher Wert, das immer öfter in öffentlichen Schriften aufscheint, ein Ende zu setzen, ist es an der Zeit eine Zahlenwertskala mit einem Einheitensystem zu erstellen ».
1 paysa ist dann ein « vorzugsweise flacher, natürlich ländlicher europäischer Ort (hügelige Landschaft kann als verformte flache gewertet werden). Anfänglich hat man also ein grosses Bodenviereck (Hektar, Quadratkilometer ?), dem man, wie beim Monopoly, einen Wasserlauf, einen Wald, eine Wiese, eine hübsche kleine Landstrasse gesäumt mit Platanen (mit Eukalyptus im Süden, mit Tannen in den Vogesen), Gräben und Zäune hinzufügt. Und dann noch da und dort eine Ziege, dort einen Esel, eine kleine Ordensschwester...... »
Weiter geht es im gleichen Geist und mit demselben Humor
Von Daniel Masson, Leser des Courrier aus Rochefort.
(L)


Treibhauseffekt
« Ich bin entsetzt über die Beilage « Treibhauseffekt » des Courrier de l’environnement.
Einen journalistischen Artikel als Einleitung zu stellen, ohne andere Vorwarnung als eine Fussnote, einen Artikel, der einen Superlativ an den anderen reiht, Begriffe mit hohem symbolischem Wert (katastrophal, selbstverständlich), das ist vielleicht Propaganda aber keine wissenschaftliche Information[....]
Der Rest ist vom gleichen Schlag bis : »Ich muss zugeben, ich verstehe nicht den Platz dieses Artikels, ohne jede Erläuterung, im Courrier de l’environnement, der im übrigen eine recht sympatische Zeitschrift ist. »
Von Philippe Mérot, INRA, unité de Science du sol et de Bioclimatologie, Rennes.


Christentum und Natur
« Courrier n° 31, August 1997. Ich habe den Artikel mit Interesse gelesen, die Art wie er sich mit den Texten, der Geschichte befasst, die Ausgeglichenheit der Äusserungen. Das Thema ist nicht neu, aber wurde gut behandelt, doch bin ich etwas von den Schlussfolgerungen enttäuscht. Das alles hat mich zum Nachdenken angeregt. [....] »
Von Pierre Guy, 86600 Lusignan.

[R]


Übersetzt von Roswitha Judor