In memoriam : die
Fledermaüse ;
Urbi et orbi (auf Japanisch).
Sommaire en français.
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Inhalt : Biolandbau - das Fundament eines neuen Sozialvertrages ? ; Wirtschaftliche Bewertung und Umwelt in den öffentlichen Entscheidungen ; Die Schwierigkeit über den Gesundheitszustand der europäischen Wälder zu informieren ; Alter Kram ? die Normen für Stallungen sind vor hundertfünfzig Jahren entstanden, der Kodex des guten Landbaus vor hundert Jahren... ; Berglandwirtschaft und öffentliche Unterstützungen für die Raumplanung : Ergebnisse einer Simulation ; Der Auerochs - Rückkehr eines prähistorischen Tieres oder wissenschaftliche Manipulation ? ; Mission : Wachposten ; Das Rollenspiel der Wildschäden ; Abschätzung der Auswirkungen auf die Umwelt von Pflanzenschutzmittel bei genetisch verändertem, gegen Glyphosat und Glufosinat resistentem Raps ; GAP, Umwelt und Arbeitsplätze in 27 Punkten ; Abschätzen des Einflusses der Anbaupraxis auf die Umwelt ; Entwicklung der Kulturen in Lothringen und im Elsass: eine Gefahr für das Grundwasser ; Die Ernte von Schmetterlingen..... rettet die Schmetterlinge ; Sozialpartner und Agro-Umweltpolitik in der EU ; Châlon oilseed rape database.
Biolandbau - das Fundament eines neuen Sozialvertrages ?
(L)
Der im Jahre 1987 erstmals erschienene Begriff des Biolandbaus bedeutet im
allgemeinen, dass die Entwicklungsdynamik mit dem Schutz der Ressourcen und
der natürlichen Lebensräume langfristig in Einklang gebracht wird.
Dieser Begriff hat sich jedoch selbständig gemacht und beinhaltet einen
kategorischen Umweltschutz. Wie wirkt sich das in der Landwirtschaft aus
? Den lange Zeit sehr zurückhaltenden Landwirten wird ein neuer
Sozialvertrag vorgeschlagen und der biologische Landbau wird wahrscheinlich
in den kommenden Jahrzehnten ein ebenso wirksamer Motor für die
Landwirtschaft sein, wie es früher die Produktivität war. Dies
ist ein schwieriges, nicht nur rein wissenschaftliches Problem, das den Forschern
gestellt ist und langfristig zu lösen ist. Was den landwirtschaftlichen
Betrieb betrifft, so verlangt der Ökoanbau verschiedenste Eigenschaften
wie Lebensfähigkeit, Übertragbarkeit, Reproduzierbarkeit. Hingegen
scheinen Entwicklungsmodelle, wie die konzentrierte Schweinehaltung, nicht
in dieses Schema hineinzupassen.
Von Etienne Landais, chargé de mission auprès du président
de lINRA, Paris
Etienne.Landais@paris.inra.fr
Wirtschaftliche Bewertung und Umwelt in den öffentlichen
Entscheidungen (L)
Die Kosten für eine unfallbedingten Verunreinigung oder eine Katastrophe
sind relativ leicht zu berechnen, aber dem ist nocht so, wenn es gilt, den
finanziellen Verlust und die aus dem fehlenden Schutz der Umwelt (oder der
Gesundheit) entstehenden Auslagen abzuschätzen. Dabei geht es hier weniger
um technische Hindernisse, als vielmehr um Kalkulationsarten und um
unsymmetrische Schlussfolgerungen, die im Detail analysiert werden mit dem
Bestreben, besser begründete Entscheidungen zu treffen.
Von Michel Cohen de Lara und Dominique Dron, Cellule de prospective et
stratégie, MATE, Paris
dominique.dron@environnement.gouv.fr
Die Schwierigkeit über den Gesundheitszustand der europäischen
Wälder zu informieren (L)
Seit den vor 15 Jahren durch den sauren Regen hervorgerufenen Befürchtungen
wurde ein enges Beobachtungsnetz in 30 Ländern aufgestellt. Aber zwischen
den in grosser Zahl zur Verfügung stehenden Zahlen und einer
kohärenten Aussage über die von den Bäumen erlittenen Angriffe
und den Gesundheitszustand der Wälder liegt ein weiter Weg, da sich
die Besorgnisse der einen und der anderen stark unterscheiden, da die Bäume
verschieden bonitiert und beobachtet wurden, da es kulturelle Varianten gibt.
Frankreich verfügt jedoch über eine relativ gut strukturierte
Information; sie ist bescheiden, nicht umnebelt von der alleinigen
Luftverschmutzung, behandelt jedes Gebiet separat, legt Wert auf die
systematische Überwachung der Wald-Ökosysteme.
Von Guy Landmann, MAP-DERF, Paris
landmann.dsf@wanadoo.fr
Alter Kram ? die Normen für Stallungen sind vor hundertfünfzig
Jahren entstanden, der Kodex des guten Landbaus vor hundert Jahren...
Wenn man sich in alte Bücher vertieft, findet man eine Menge Texte
über Brand, Kunstwiesen, wo das den Mist produzierende Vieh mastweidet,
Salpeter, Abfälle, Ställe (als Mistfabriken), Salpeterkrieg (Versorgung
mit Guano), Stickstoffkreislauf im Boden, usw., die zeigen, dass die
Stickstoffernährung der Pflanzen ein vorherrschender Gedanke bei Landwirten
und Agronomen war, was vielleicht etwas in Vergessenheit geraten war, bevor
die Probleme mit dem Nitratüberschuss sie wieder ins Rampenlicht
stellten.
Von Pierre Morlon, INRA-SAD, Dijon
Pierre.Morlon@enesad.inra.fr
Berglandwirtschaft und öffentliche Unterstützungen für
die Raumplanung : Ergebnisse einer Simulation
(L)
Die Struktur- und Produktionsentwicklung der Berglandwirtschaft seit 1988
(letzte allgemeine Zählung der Landwirtschaft) zeigt, dass die
Einkommensunterschiede zwischen Ebene und Gebirge trotz der spezifischen
Unterstützungen, die den natürlichen Nachteil ausgleichen sollen,
weiterhin fortdauern. Dies ist ein Hemmschuh für eine ausgeglichene
Entwicklung der französischen Regionen und für die Erhaltung der
stark extensiven Systeme. Die Simulationsübung zeigt jedoch, dass die
Zuweisung eines kleinen Teils der öffentlichen Unterstützungen
diesem Zustand abhelfen könnte. Besteht dafür aber der politische
Wille ?
Von Gilles Bazin, INRA ESR, Grignon
Der Auerochs - Rückkehr eines prähistorischen Tieres oder
wissenschaftliche Manipulation ? (L)
Die Medien verkünden laut, man verfüge über ein herrliches
Tier für die ökologische Verwaltung von schwer zugänglichen
Gebieten : den Auerochs von Heck. Der ist jedoch nur ein Rind mit
prähistorischem Aussehen, das die Brüder Heck durch Kreuzungen
mit Hausrinderrassen unter dem Naziregime erhalten haben, lange nach dem
Aussterben der Art im Jahre 1627 in Polen : Eine Rekonstitution in der
Atmosphäre einer Rückkehr zu den Quellen der germanischen
Identität...
Von Piotr Daszkiewicz und Jean Aikhenbaum, 213, rue de Montreuil, 75011 Paris
Mission : Wachposten (L)
Die Umwelt ist ein untypischer, komplizierter Bereich voller Rätsel,
ein Randgebiet mit vielen Wechselwirkungen, fruchtbar für die Wissenschaft,
wie für die Gesellschaft. Bei seiner letzten Reform hat INRA dieses
Thema resolut vorangestellt und die kleine, autonome Struktur « Mission
Umgebung-Gesellschaft » (ME&S), Ex-Zelle für Umwelt,
Ex-Dauerdelegation für Umwelt, damit beauftragt, die wissenschaftlichen,
sozialen, kulturellen....Gebiete zu erkunden, um dort das Neue und Interessante
zu entdecken. Gleichzeitig soll die ME&S die Information weiterleiten
in dem sie im besonderen den «Courrier de lenvironnement »
weiterführt.
Von Patrick Legrand, INRA-ME&S, Paris
Patrick.Legrand@paris.inra.fr
Das Rollenspiel der Wildschäden
(L)
Menschen und Pflanzenfresser haben lange Zeit in gutem Einvernehmen die
pflanzlichen Ressourcen geteilt, bis der Erstere die Landwirtschaft erfand
und damit die Letzteren als Schädling betrachtete. Die Ökosysteme
erlitten grosse Veränderungen, und ebenso die Stellung des Wildes, das
Jagdrecht, die Wolfspopulationen und die Agrarlandschaften....Daraus ergibt
sich, dass die Rehe nun ganz alltäglich im Gehölz anzutreffen sind
und dass die stark bevorteilten Hirsche überhandnehmen. Währenddessen
hat sich der Homo spaiens an das Entschädigungssystem für
Wildschäden angepasst, ja er weiss es sogar gut zu nutzen.
Von François Spitz, INRA-ESR, Toulouse
spitz@toulouse.inra.fr
Abschätzung der Auswirkungen auf die Umwelt von Pflanzenschutzmittel
bei genetisch verändertem, gegen Glyphosat und Glufosinat resistentem
Raps (L)
Ein auf dem Pestizid-Index (Ipest) beruhender Versuch (dessen « Berechnung
», die sich auf die Fuzzy-Logik beruft, im nächsten « Courrier
» erklärt wird) zeigt bei Betrachtung der aus der Benutzung von
Pflanzenschutzmitteln entstandenen Folgen für die Gesundheit und die
natürlichen Lebensräume (Wasser, Boden, Luft) und bei
Berücksichtigung der heute auf dem Markt verfügbaren Wirkstoffe,
dass es keinen entscheidenden Vorteil gibt, einen genetisch veränderten,
gegen Glyphosat und Glufosinat resistenten Raps anzubauen, ausser in den
Gebieten, wo die Gefahr sowohl des Oberflächenabflusses, als auch der
Auswaschung und der Verunreinigung der Wasserläufe sehr hoch ist.
Von Philippe Girardin, Christian Bockstaller et Luc Merouzeau, INRA-Agronomie,
Colmar
girardin@colmar.inra.fr
GAP, Umwelt und Arbeitsplätze in 27 Punkten
(L)
Betrachtungen über einen von der Stiftung Charles-Léopold-Mayer
für den Fortschritt der Menschen durchgeführten Versuch im biologischen
Landbau im französischen Vexin. Die heutigen technischen Entscheidungen
werden von der Entwicklung der Agrarpolitik in Frage gestellt werden. Ein
Text, der die wichtigen Punkte aufgreift, die alle Anlass zu Diskussionen
sein können.
Von Philippe Cacciabue, Matthieu Calame und Olivier Ranke, La Bergerie,
Villarceaux, 95710 Chaussy
Abschätzen des Einflusses der Anbaupraxis auf die Umwelt
(L)
Abhandlung eines Journalisten über den neuesten Stand der
agro-ökologischen Indikatoren in einem von INRA (Centre de Colmar, mit
der Unterstützung von 15 landwirtschaftlichen Betrieben) geführten
Experiment, welches den Landwirten die Möglichkeit gibt, den Einfluss
ihrer Anbaupraxis (Behandlungen, Meliorationen, usw.) auf die Umwelt
einzuschätzen.
Von Christophe Reibel (Artikel aus der Zeitschrift Réussir «
Cérales Grandes Cultures », n° 99, 1997)
Entwicklung der Kulturen in Lothringen und im Elsass: eine Gefahr für
das Grundwasser (L)
Von der Wahl der Fruchtfolge hängt die Höhe der Überdüngung
und der Perioden mit kahlem Boden ab, wodurch stickstoffhaltige Stoffe (Nitrate)
in das Grundwasser gelangen. Jeder Kultur entspricht ein Nitratgehalt des
Wassers « unter Wurzeln ». Das seit 1980 praktizierte Umpflügen
der Wiesen und deren Ersatz durch Raps- und Maiskulturen führen zu einer
Erhöhung des Nitratgehaltes im Grundwasser, die nur durch einen Ansporn
zur Rückkehr zum Weideland gebremst werden kann.
Von Serge Ramon, agence de leau Rhin-Meuse, Moulins-lès-Metz
et Marc Benoît, INRA-SAD, Mirecourt
Marc.Benoit@mirecourt.inra.fr
Die Ernte von Schmetterlingen..... rettet die Schmetterlinge
(L)
Oder wie sich die Entomologie - jene der Amateure von prachtvollen
Schmetterlingen - bei der Erhaltung der tropischen Regenwälder
nützlich erweisen kann durch eine vernünftige, von
Sachverständigen geleitete, integrierte Bewirtschaftung und in Einhaltung
der internationalen Abkommen über die Erhaltung der wildlebenden Tierarten
und die Verhinderung des illegalen Handels. Dieser Schutz erfolgt durch die
Bewohner selbst mit Hilfe von eingesammelten Raupen, die sie an den, in der
Nähe der Dörfer gepflanzten Nährpflanzen züchten.
Von Larry Orsak, CRI, Po Box 305, Madang (Papua-Neu Guinea)
Sozialpartner und Agro-Umweltpolitik in der EU
(L)
Da gibt es die herkömmlichen dominanten Akteure, die herkömmlichen,
nicht vorherrschenden Akteure und die neuen, die aus der neuen Agrar-und
Umweltpolitik auftauchen, wie z.B. die ökologischen Bewegungen und die
Beamten der zu diesem Anlass geschaffenen Dienststellen, welche zum Grossteil
keine agronomische Ausbildung besitzen...
Von Eduardo Moyano und Fernando Garrigo IESA-(CSIC Andalusien), Cordoba
(Spanien)
ea.1.moese@uco.es
[R] AVEULOUQUE
Neues vom Informationsdienst des Courrier: Besucherfrequenz der verschiedenen Seiten.
Eine Datenbasis von Versuchsergebnissen auf Internet zur Modellbildung von
Umweltbilanzen der Kulturen (von Bruno Leviel, Benoît Gabrielle und
Ghislain Gosse) : Châlon oilseed rape database.
leviel@bcgn.grignon.inra.fr
Übersetzt von Roswitha Judor